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Materialkunde

1.    Leder

       1.1 Pflege von Glattleder

       1.2 Pflege von Rauleder

2.     Kautschuk

3.     Mikrofasern

 

1. Leder

Leder ist seit Jahrhunderten und bis heute das mit Abstand am besten geeignete Material, um daraus komfortable Schuhe zu fertigen und deshalb auch unser Liebstes. Hauptsächlich aus Kostengründen werden seit einigen Jahrzehnten neben Leder verstärkt andere Obermaterialien verwendet, sodass die Schäfte mehrheitlich nicht mehr aus Leder bestehen, sondern vorwiegend aus Chemiefasern.

Was zunächst als Kostenvorteil erscheint, geht jedoch fast immer mit einer deutlichen Verminderung des Tragekomforts einher. „Schweißfüße“, „stinkende Schuhe“ und Fußpilz sind deshalb zu weit verbreiteten alltäglichen Problemen geworden. Die Ursache dafür sind in den seltensten Fällen die Füße, sondern ungeeignete Schuhmaterialien, womöglich verbunden mit einem hohen Chemiefaseranteil in den Strümpfen und eventuell verstärkt durch falsche Tragegewohnheiten der Schuhe.

Diese Probleme werden durch den Gebrauch von Leder als Schaftmaterial (und – schuhklimatisch besonders wichtig – für die Innensohle) vermieden. Leder besitzt unter anderem folgende Vorteile: wasserdampfdurchlässig, wasserdampfspeichernd, im gepflegten Zustand weitgehend wasserdicht, weich und dehnbar und wieder rückstellfähig, kantenreißfest, isolierend, robust und – einfach schön. Leder ist in vielen Qualitäten erhältlich, die sich sehr zuverlässig im Schuhpreis widerspiegeln, für den Laien aber nicht ohne Weiteres zu erkennen sind. Gute Leder sind hoch atmungsaktiv, äußerst geschmeidig bei gleichzeitig extremer Festigkeit. Gutes Leder wird über die Jahre sogar noch schöner. Regelmäßig gepflegt, entwickelt es eine reizvolle Patina. Billige Leder hingegen werden im Laufe der Zeit zunehmend abgenutzt aussehen, selbst gute Pflege kann diesen Prozess nicht verhindern.

Leder ist gemeinhin ein „Abfallprodukt“ der Lebensmittelindustrie, weshalb Schuhe vornehmlich aus Rind- (bzw. Büffel-), Kalb-, Schweins- oder Schafleder gefertigt werden. Die Schäfte werden zumeist aus chromgegerbten Ledern hergestellt.

 

1.1   Wie pflege ich Glattleder am besten?

  1. Verschmutzte Schuhe müssen zunächst durch einfaches Abbürsten oder Abwischen mit einem feuchten Lappen gereinigt werden. Ansonsten würde der Oberflächenschmutz durch die Creme konserviert und das Leder möglicherweise mechanisch angegriffen.

  2. Die beste und simpelste Pflege erreicht man durch sehr dünnes Auftragen einer Hartwachscreme – die Schuhcreme in den flachen Blechdosen. Die Hartwachscreme nährt, imprägniert und schützt das Leder gleichermaßen und hat darüber hinaus eine reinigende Wirkung (wodurch auch eine Ansammlung mehrerer Cremeschichten vermieden wird) und spart die Anschaffung zusätzlicher Spezialmittel.

  3. Wenn die Creme getrocknet ist, kann die Oberfläche mit einer Rosshaarbürste oder mit einem weichen Tuch poliert werden, wodurch die Schuhe weniger leicht erneut verschmutzen und Glanz erzeugt wird.

1.2.  Und wie ist es mit Rauleder?

Raulederschuhe sollte man mit einer Bürste (Messingbürste für Velours, Kreppbürste für Nubuk) gründlich ausbürsten, da das offenporige Leder Staub und Schmutz leicht aufnimmt, wodurch das Leder auf Dauer von innen mechanisch zerstört wird und es langsam zur einer Vergrauung kommen kann. Imprägnieren ist bei Rauleder besonders wichtig. Es bewirkt einen besseren Schutz vor einer Neuverschmutzung und zugleich eine Hydrophobierung. Normale Schuhcreme ist ungeeignet, da dadurch das Rauleder sein typisches Aussehen verliert.

 

2. Kautschuk

Naturkautschuk oder Kautschuk sind elastische Polymere, die auf Pflanzenprodukten, wie vor allem Milchsaft (Latex) basieren. Kautschuk wird vor allem zur Herstellung von Gummi durch Vulkanisierung verwendet.

Zu 90% wird Kautschuk aus dem Kautschukbaum gewonnen. Daneben werden weitere Naturkautschuk-Typen verwendet, die aber z. T. andere Eigenschaften aufweisen.

60 % des weltweiten Bedarfs werden heute durch petrochemisch hergestellte, synthetische Kautschuke gedeckt.


3. Mikrofaser

Mikrofaser ist eine Sammelbezeichnung für Fasern, die feiner als 1 dtex sind.

Mikrofasern haben den halben Durchmesser von Seidenfasern, die wiederum als Beispiel nur ein Viertel des Durchmessers feiner Wollfasern und nur ein Hundertstel des Durchmessers eines menschlichen Haares haben.

Mikrofasergewebe sind außergewöhnlich weich und formbeständig. Sie können aus zahlreichen Werkstoffen gefertigt werden.

Weil Mikrofasern so fein sind, können viele von ihnen eng zusammengepackt werden. Es werden viel mehr feine Fasern benötigt, um einen Faden herzustellen, woraus sich eine größere Fadenoberfläche ergibt.

Mikrofasern haben unter anderen folgende Eigenschaften: Wasserdampfdurchlässigkeit (Schweiß verdampft durch die Stoffporen), schnell trocknend, Winddichtigkeit, wasserabweisend zusammen mit einem weichen Griff .

 

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